2. Kleinbootüberprüfung – Finale (Zweier ohne / Vierer ohne)
Sonntag, es ist Finaltag. Bei etwas anderen Wetterbedingungen als am Vortag, sollte uns der neue Renntag begrüßen. Schon morgens beim Einrudern erwischten Seibt/Wichert einen gewaltigen Regenschauer, so dass beide bis auf die Knochen nass waren. Der Wind hatte die Richtung geändert und kam jetzt tendenziell etwas mehr schiebend als seitlich.
Das in Finalen oft eigene Gesetzte geschrieben werden, war Seibt/Wichert bewusst.Es war von Anfang klar, das jeder im Finale gewinnen wollte. Mit Gerhardt/Wisgott, den Viererpartnern aus Duisburg, traf der Hamburger Zweier auf ein Boot, dass während dieser Regatta ebenfalls alle Rennen für sich entscheiden konnte. Deshalb war es klar, dass es kein leichtes Rennen werden sollte.
Wie erwartet, fuhren alle Boote sehr offensive los. Seibt/Wichert konnten an den guten Start vom Vortag anknüpfen und nach 500 m ihren Bugball als erstes Boot über die Linie schieben. Das Boot aus Düsseldorf/Essen mit Gerhardt/Wisgott folgte knapp dahinter. Es sollte ein Kampf zwischen diesen beiden Booten werden. Das Feld schob sich Richtung 1.000 m Marke und der Hamburger Zweier konnte den Vorsprung gegenüber den Zweitplatzierten Gerhardt/Wisgott ein wenig ausbauen. Mit einem guten erstes Streckenabschnitt ging es auf die zweite Streckenhälfte. Es gelang Seibt/Wichert dieses mal nicht ganz so gut wie im Halbfinale das Boot weiterlaufen zu lassen und so blieb es bei einer guten Bootslänge Vorsprung bis ins Ziel. Insgesamt war es solides Rennen, an dem ein paar Kleinigkeiten noch nicht ganz stimmig waren, doch am Ende zählt das Ergebnis und das war gut. Gerhardt/Wisgott wurden zweite und Berghofer/Lüke aus Bürgel/Limburg dritte.
Ergebnis:
Platz | Start Nr. | Boot (Mannschaft) | 500m | 1000m | 1500m | 2000m |
1 | 1 | RC Allemannia Hamburg / Hamburger und Germania RuderclubLars Wichert (1986), Bastian Seibt (1978) | 1:37,15 (1) | 3:17,55(1) | 4:59,20(1) | 6:41,30(1) |
2 | 3 | Düsseldorf/EssenRobby Gerhardt (1987), Daniel Wisgott (1988) | 1:38,95(2) | 3:19,00(2) | 5:01,60(2) | 6:43,35(2) |
3 | 5 | Bürgel/LimburgSimon Berghofer (1988), Jan Lüke (1989) | 1:39,25(3) | 3:21,85(3) | 5:06,05(3) | 6:47,05(3) |
4 | 2 | Magdeburg/BrandenburgAxel Kort (1988), Max Röger (1989) | 1:41,25(5) | 3:22,15(4) | 5:06,95(4) | 6:49,40(4) |
5 | 8 | Gießen/DüsseldorfSamuel Garten (1986), Stephan Ertmer (1986) | 1:44,25(6) | 3:25,55(6) | 5:10,60(6) | 6:53,95(5) |
6 | 4 | Berlin/BerlinOlaf Beckmann (1984), Adrian Bretting (1988) | 1:39,55(4) | 3:22,75(5) | 5:09,90(5) | 6:55,35(6) |
Großboot:
Mit dem Zweierergebnis konnten Seibt/Wichert das am Nachmittag stattfindende Großbootrennen in der Besetzung von Duisburg starten. Die Boote wurden der Rangliste nach zusammengesetz, wodurch ein Großteil der Boote in der selben Besetzung wie bereits in Duisburg am Start lagen. Alle vier Ruderer waren motiviert am Finale von Duisburg anzuküpfen. Mit einem guten Start und einem soliden Streckenschlag konnte sich der Vierer aus Hamburg/Essen/Düsseldorf einen guten Vorsprung erarbeiten. Diesen Vorsprung verteidigte die Mannschaft bis ins Ziel und siegte mit 5 sec Vorsprung vor dem Boot aus Magdeburg/Brandenburg/Bürgel/Limburg. Die innige Beziehung zur Bojenkette auf Backbord, die Lars als Verantwortlicher für das Steuer schon die ganze Regatta über in jedem Rennen erneut zeigte, konnte er auch in diesem Rennen nicht ganz verheimlichen
Nun heißt es gesund bleiben, denn in drei Wochen steht der World Cup in München an, auf dem Seibt/Wichert/Gerhardt/Wisgott höchstwahrscheinlich als Leichtgewichts Vierer ohne an Start gehen werden. Bis dahin steht aber noch eine menge Arbeit bevor, denn wie der erste World Cup in Bled (Slowenien) gezeigt hat, ist die Weltspitze sehr eng zusammen und es werden einem keine (Hunderstel-) Sekunden geschenkt. Deshalb heißt es trainieren, trainieren und noch mal trainieren, damit die Weltspitze zum greifen nahe bleibt.
Schlagwörter: 2-, 2010, Kleinbootüberprüfung, Köln, Rangliste